Sportschützen Glarnerland

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Saison gekrönt – Sportschützen zurück in der Nationalliga A

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Das Luftgewehrteam der Sportschützen Glarnerland schafft die Sensation. Die Glarner sind nach vier Jahren zurück in der höchsten Schweizer Schützenliga.

a.e.- Es ist schlicht und einfach der Höhepunkt der Saison, wenn die besten Teams der Schweiz um Punkte, ja gar um Zehntelpunkte kämpfen. Am Samstag duellierten sich in der Johanniterhalle in Reiden die NLA Mannschaften Gossau, Nidwalden, Tafers, Olten, Thörishaus und Thunersee um den Schweizermeistertitel. Altstätten und Vully-Broye kämpften gegen die NLB Teams Ebnat-Kappel, Dielsdorf, Uster und Glarnerland um den Ligaerhalt.

Diesen Schluck des heimischen Getränkesponsors haben sie sich verdient: vlnr: Petr Smol, André Eberhard, Silvan Lendi, Marcel Feusi, Jürg Fischli (Coach), Gina Landolt, Julian Bellwald, Tim Landolt und Frantisek Smetana. Auf dem Bild fehlt Ersatzschützin Melanie Ricci.

Wechselbad der Gefühle
Die Glarner traten bei den Gruppenspielen gegen Altstätten und Ebnat-Kappel an. Die Rheintaler hatten schon die ganze Saison mit sich selber zu kämpfen. Im Final widerspiegelte sich dieses Bild. Mit 1596.0 Punkten lieferten die Glarner kein Top Ergebnis, doch gegen die schwächelnden Altstätter (1578.9) reichte diese Leistung allemal aus. Die beiden Tschechen Frantisek Smetana und Petr Smol zeigten mit 206.8 und 204.6 Ringen einmal mehr ihre Klasse. Auch Gina Landolt (203.8) brauchte nicht lange um auf Betriebstemperatur zu gelangen. Julian Bellwald (199.5), André Eberhard (198.8), Marcel Feusi (197.5), Tim Landolt (196.6) und Silvan Lendi (188.4) taten sich da eher noch schwer. Uster unterlag Vully-Broye in der anderen Gruppe mit 1594.2:1616.9 Zählern. Nach der Euphorie von Runde 1 folgte sogleich die Ernüchterung gegen Ebnat-Kappel. Die Toggenburger brillierten mit 1613.9 Ringen. Da konnte das Glarner Ensemble nicht mithalten. Frantisek Smetana (208.7), Julian Bellwald (204.7), Petr Smol (201.1), Marcel Feusi (199.7), Tim Landolt (199.0), Gina Landolt (198.7), Silvan Lendi (197.0) und André Eberhard (195.8) erreichten nur 1604.7 Punkte. 

Final Déjà-vu für die Glarner
Gleichzeitig verlor auch Uster gegen Dielsdorf und war somit aus dem Rennen. Nun blieb für die Glarner, welche sich gegen Altstätten mit dem grossen Punkteunterschied die Finalqualifikation bereits gesichert hatten, abzuwarten, wer ihr Finalgegner sein wird. Ebnat-Kappel bezwang die Rheintaler mit 1613.2:1589.4 Punkten und war somit Gruppensieger. Vully-Broye schlug Dielsdorf mit 1621.2:1620.6 Ringen. Damit war klar, dass die zweitrangierten Glarner gegen die erstklassierten Westschweizer aus der Gruppe D antreten mussten, während Ebnat-Kappel gegen Dielsdorf startete. Bei manch einem Schützen kamen da Gedanken an den letztjährigen Final auf. Damals zogen die Glarner gegen Vully-Broye den Kürzeren. Dass die Finalrunde der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft eigene Gesetze hat, ist längst allen klar.

Spannung bis zum letzten Schuss
Jürg Fischli, der Klaus Honold als Mannschaftscoach vertritt, schickte seine Schützlinge vor dem entscheidenden, kommandierten Final auf die Piste. Ein Spaziergang sollte die Nerven etwas beruhigen und die Gedanken in die richtige Richtung lenken. Aufgetankt mit neuer Energie startete das Oktett gegen die Westschweizer. Nach dem ersten Schuss wechselte die Führung. Die Glarner gaben diese nicht mehr ab. Zwischenzeitlich waren die Glarner Meilen voraus. Doch die Vergangenheit hat es schon oft gezeigt, dass mit einer Serie das Blatt wenden kann. So kam es dann auch, dass der Vorsprung von Schuss zu Schuss schrumpfte. Die Glarner lagen vor dem letzten Schuss gerade mal noch 3.1 Punkte in Front. Auf acht Schützen sind das vier Zehntel pro Athlet. Vor dem zehnten und letzten Finalschuss war die Spannung nicht nur bei den Schützen, sondern auch beim zahlreich erschienen Publikum zu spüren. 1.6 Punkte brachten die Glarner über die Runde und gewannen mit 797.1:795.5 Ringen gegen Vully-Broye.

Der lange Weg zurück
Frantisek Smetana (101.3), Petr Smol (100.8), Julian Bellwald (100.6), André Eberhard (100.1), Tim Landolt (99.1), Marcel Feusi (98.8), Silvan Lendi (98.6) und Gina Landolt (97.8) schickten damit die Westschweizer zurück in die NLB und geben nach 4 jähriger Abstinenz das Comeback in der höchsten Schweizer Liga, der sie zuvor 11 Jahre ohne Unterbruch angehörten. Dielsdorf bezwang Ebnat-Kappel mit 792.3:783.1 Ringen und schaffte ebenfalls den Aufstieg. Den Schweizermeistertitel holte sich Gossau in einem Zehntelkrimi gegen Serienmeister Tafers. Rang 3 sicherte sich Thunersee gegen Thörishaus.
 

 
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